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Negative digitalisieren bei dm: Preise, Auflösung, Alternativen

Bei dm kostet ein Negativ oft nur 3 bis 7 Cent, die Scans sind laut Berichten aber klein. Was Sie pro Bild zahlen, wo die Preisstufen tückisch sind und wann ein Fachlabor lohnt.

Von der Redaktion · Aktualisiert am

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Kurz gesagt

Bei dm kosten 100 Negativstreifen laut Preisliste von Juli 2026 zusammen 19,95 Euro, pro Bild also oft nur 3 bis 7 Cent. Die Dateien sind laut Berichten mit rund 1,57 Megapixeln aber klein: gut für den Bildschirm und kleine Abzüge, zu wenig für große Drucke. Unser Rat: alles bei dm sichten, die besten Bilder im Fachlabor scannen lassen.

Preise geprüft am 2. November 2026

Wir haben bei dm noch nicht selbst bestellt. Die Preise stammen aus der Liste von dm, die Bildgrößen aus Erfahrungsberichten, die Rechnungen von uns.

Was ein Bild wirklich kostet

dm rechnet nach Streifen ab, nicht nach Bildern. Das macht einen Vergleich mit Laboren schwierig, die pro Negativ abrechnen. Rechnen wir um:

StreifenPaketpreisBei 6 Bildern pro StreifenBei 4 Bildern pro Streifen
105,95 €10 Cent pro Bild15 Cent pro Bild
5012,95 €4 Cent pro Bild6 Cent pro Bild
10019,95 €3 Cent pro Bild5 Cent pro Bild
15029,95 €3 Cent pro Bild5 Cent pro Bild
20037,95 €3 Cent pro Bild5 Cent pro Bild
ab 2010,20 € je Streifen3 Cent pro Bild5 Cent pro Bild

Zählen Sie vorher nach. Unser Preisrechner nimmt 6 Bilder pro Streifen an, weil übliche Hüllen dafür gemacht sind. Thomas Raatz berichtet bei analoge-fotografie.net aber, dass bei dm entwickelte Filme in Vierer-Streifen zurückkamen. Damit steigt der Preis pro Bild um 50 Prozent. Ob dm einen Streifen mit nur 2 oder mit 8 Bildern gleich abrechnet, steht nicht in der Liste.

Die Preisstufen sind tückisch. Der 11. Streifen kostet 7 Euro extra, der 51. ebenfalls 7 Euro, der 101. sogar 10 Euro und der 151. noch 8 Euro. Halten Sie sich also wenn möglich an 10, 50, 100 oder 150 Streifen. Auf dem Papier wären 60 Streifen als zwei Aufträge (50 und 10) mit 18,90 Euro günstiger als die 19,95 Euro für einen. Ob dm das so annimmt, wissen wir nicht, fragen Sie an der Fototheke.

Wie groß sind die Dateien?

dm nennt für Scans keine Auflösung, auch in der Preisliste von Juli 2026 nicht. Die einzige Zahl auf der dm-Seite sind 300 dpi, und die gelten für die Belichtung von Abzügen.

Unabhängige Angaben gibt es nur aus Erfahrungsberichten. Peter Roskothen nennt bei fotowissen.eu (September 2026) für dm-Negativstreifen 1.536 × 1.024 Pixel, also rund 1,57 Megapixel. Denselben Wert von 1,57 Megapixeln nennt analoge-fotografie.net (Juli 2026), und fotografische.de (2025) schreibt, die CD-Scans von dm seien so klein wie bei Rossmann. Die Methode beschreibt keiner der Berichte genau.

Was heißt das in der Praxis? Unsere Rechnung für 1.536 × 1.024 Pixel:

VerwendungErgebnis
Abzug bei 300 dpirund 13 × 9 cm
Abzug bei 200 dpirund 20 × 13 cm
Abzug 10 × 15 cm260 dpi, noch ordentlich
Full-HD-Fernseherfüllt 80 Prozent der Breite, dann wird hochgerechnet
4K-Fernseherfüllt 40 Prozent der Breite, dann wird hochgerechnet
Speicherplatzrund 1,5 GB für 1.200 Bilder, grob geschätzt

Eine Überraschung: Für dm-Dias nennt derselbe Bericht von fotowissen.eu 3.190 × 4.908 Pixel, rund 15,6 Megapixel. Das wäre bei denselben Paketpreisen zehnmal so viel wie beim Negativ. Warum das so ist, sagt dm nicht, und wir konnten es noch nicht nachmessen. Für Ihre Entscheidung folgt daraus: Übertragen Sie Aussagen zu Dias nicht einfach auf Negative und umgekehrt. Mehr dazu auf der Seite Dias digitalisieren bei dm.

Pixel sind außerdem nicht alles. Raatz beschreibt bei dm-Scans Farbstiche, ausgefressene Lichter und fehlende Ränder, fand die Abzüge aber besser als erwartet. Das passt zur Rechnung oben: Ein Abzug von 10 × 15 cm kann mehr zeigen als die Datei, wenn er direkt vom Negativ belichtet wird. Das ist unsere Vermutung, gemessen haben wir es nicht.

dm, Rossmann oder Fachlabor?

Die Tabelle rechnet 600 Bilder in 100 Streifen, jeweils in der günstigsten Stufe.

AnbieterGesamtpreisPro BildBildgröße
dm19,95 €3,3 Centrund 1,57 MP, laut Berichten
Rossmann28,95 €4,8 Cent1.538 × 1.024 Pixel, rund 1,57 MP, laut Rossmann
MEDIAFIX Standard+156,97 €26 Cent4.250 dpi, rund 24 MP
CEWE Klassik219,99 €37 Cent1.840 × 1.232 Pixel, rund 2,3 MP
CEWE Pro279,99 €47 Cent3.360 × 2.240 Pixel, rund 7,5 MP

Das ist unsere eigene Rechnung mit Versand und Lieferung, soweit die Anbieter sie nennen. Rossmann liefert auf CD und gibt seine Größen selbst an. Bei CEWE nennt die Seite für Pro außerdem an anderer Stelle 5.100 ppi, was nicht zu den Pixeln passt.

Pro Bild ist die Drogerie unschlagbar, pro Megapixel nicht. Rechnet man den Preis auf die Bildgröße um, kostet ein Megapixel bei dm rund 2,1 Cent und bei MEDIAFIX rund 1,1 Cent. Ein altes Amateur-Negativ löst 24 Megapixel aber vielleicht gar nicht auf, und mehr Pixel machen ein unscharfes Bild nicht schärfer.

dm gegen Rossmann läuft auf die Stufen hinaus. Rossmann (3,95 Euro Grundgebühr plus 0,25 Euro pro Streifen) ist bei 1 bis 7, 11 bis 35, 51 bis 63 und 101 bis 103 Streifen günstiger. Bei 8, 36, 64 und 104 Streifen ist der Preis gleich, sonst liegt dm vorn. Ab 151 Streifen bleibt dm immer günstiger. Praktisch unterscheiden sich beide bei der Lieferung: dm per Download, Rossmann auf CD. Einen Laptop mit CD-Laufwerk hat nicht mehr jeder.

Und das Fachlabor? Das lohnt sich vor allem, wenn Sie große Abzüge oder Ausschnitte planen. Ein weiterer Punkt betrifft die Farben: Farbnegative haben eine orange Maske, die beim Umwandeln herausgerechnet werden muss. MEDIAFIX bietet dafür eine „Premium-Inversion“ aus Rohdaten an und empfiehlt sie für alte, verblichene Negative, laut Preisliste für 0,08 Euro pro Negativ. Das ist eine Herstellerangabe. dm und Rossmann sagen dazu nichts.

Achten Sie im Labor auf das Kleingedruckte: Bei MEDIAFIX gelten die Preise für Streifen mit 4 bis 6 Bildern, kürzere Streifen kosten 0,04 Euro und einzelne Negative 0,12 Euro mehr pro Stück. CEWE verlangt mindestens 3 Bilder pro Streifen. Schneiden Sie also nichts. Die übrigen Anbieter stehen im Ratgeber Negative digitalisieren.

Unser Weg für eine Kiste mit Negativen

Das ist unser Vorschlag, kein getesteter Ablauf.

  1. Streifen zählen und packen. Bleiben Sie möglichst an einer Preisgrenze. Große Mengen will dm in einem Karton haben, mit aufgeklebter Auftragstasche.
  2. Bei dm oder Rossmann sichten lassen. Für 20 Euro sehen Sie 600 Bilder zum ersten Mal am Bildschirm, statt Negative gegen das Licht zu halten.
  3. Dateien sichern. Der Download ist nur 6 Wochen abrufbar. Speichern Sie die Fotos sofort sicher und halten Sie die Zuordnung zum Streifen fest.
  4. Die Besten aussuchen. Merken Sie sich bei Lieblingsbildern Streifen und Bildnummer, und sortieren Sie die Dateien danach.
  5. Die Auswahl im Fachlabor scannen lassen. Bei MEDIAFIX kosten 50 Bilder in ganzen Streifen rechnerisch 13,50 Euro, es gilt dann der Mindestbestellwert von 15 Euro. Als einzelne Negative (0,27 + 0,12 Euro) wären es 19,50 Euro, jeweils plus Versand. Lassen Sie die Streifen also möglichst ganz.

Zu MEDIAFIX: Negative digitalisieren

Die Negative heben Sie danach gut auf, denn sie sind weiterhin die beste Vorlage. Wie das geht, steht unter Alte Fotos, Dias und Negative aufbewahren.

Welche Formate und was noch offen ist

Die Preisliste nennt ausdrücklich „Negativstreifen (Kleinbild-Format)“. APS und 110 kommen auf den von uns gelesenen dm-Seiten nicht vor. Das heißt nicht, dass dm sie ablehnt. Fragen Sie den dm Foto Kundendienst unter 0441 / 18131903. Rossmann nennt für APS-Film 1.260 × 701 Pixel, MEDIAFIX führt APS ab 0,29 Euro und Mittelformat ab 0,84 Euro pro Negativ. Welches Format Sie haben, klärt der Ratgeber Diaformate erkennen, und die Maße gelten für Negative genauso.

Wer scannt eigentlich? Oft liest man, dm und Rossmann ließen beide bei CEWE arbeiten. Belegen konnten wir das nicht. Die dm-AGB (Mai 2026) nennen für den Online-Fotoservice Infrastruktur und Software von CEWE, die Rossmann-AGB (Juni 2026) nennen ORWO Photolab als beauftragten Fotodienstleister beim Lastschrifteinzug. Ein Labor für das analoge Geschäft nennt keiner von beiden.

Geräte für zu Hause vergleicht der Ratgeber Negativscanner. Sobald wir eigene Testaufträge abgeschlossen haben, ersetzen wir die Berichte auf dieser Seite durch unsere Messwerte.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet es, Negative bei dm zu digitalisieren?

Laut Preisliste von Juli 2026 ab 1 Streifen 5,95 Euro, ab 11 Streifen 12,95 Euro, ab 51 Streifen 19,95 Euro, ab 101 Streifen 29,95 Euro, ab 151 Streifen 37,95 Euro und ab 201 Streifen 0,20 Euro pro Streifen. Im Markt gilt der Aushang.

Welche Auflösung haben die Negativ-Scans bei dm?

dm nennt keine. fotowissen.eu und analoge-fotografie.net berichten 2026 von rund 1,57 Megapixeln, das sind 1.536 × 1.024 Pixel. Das reicht bei 300 dpi für einen Abzug von rund 13 × 9 cm. Selbst nachgemessen haben wir das noch nicht.

Wie lange dauert es bei dm?

dm nennt 7 bis 10 Arbeitstage. Die Dateien bekommen Sie als Download, der laut Preisliste 6 Wochen abrufbar ist. Die Negative holen Sie im Markt ab.

Ist dm oder Rossmann bei Negativen günstiger?

Das hängt von der Zahl der Streifen ab. Rossmann ist nach unserer Rechnung bei 1 bis 7, 11 bis 35, 51 bis 63 und 101 bis 103 Streifen günstiger, dm bei den meisten übrigen Mengen und ab 151 Streifen immer. Die berichtete Bildgröße ist bei beiden fast gleich.

Nimmt dm auch APS, 110 oder Mittelformat an?

Die Preisliste nennt nur Negativstreifen im Kleinbild-Format, APS und 110 kommen auf den von uns gelesenen dm-Seiten nicht vor. Fragen Sie den dm Foto Kundendienst. Rossmann nennt für APS-Film 1.260 × 701 Pixel, MEDIAFIX führt APS und Mittelformat in der Preisliste.

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