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Dias selbst digitalisieren: 3 Methoden im Vergleich

Diascanner, Filmscanner oder abfotografieren: So digitalisieren Sie Dias zu Hause. Mit Rechner, der Ihre Arbeitszeit mitzählt und zeigt, wann sich ein Labor lohnt.

Von der Redaktion · Aktualisiert am

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Kurz gesagt

Für die meisten reicht ein Diascanner für 130 bis 200 Euro: einfach, ohne PC, aber mit weniger Details als im Labor. Filmscanner liefern mehr und brauchen mehr Zeit. Abfotografieren ist die günstigste Lösung zum Sichten. Bei 1.000 Dias und 3 Minuten pro Stück kommen 50 Stunden zusammen. Diese Zeit gehört in jede Rechnung.

Selbst scannen oder scannen lassen?

Rechner · Selbst scannen oder scannen lassen?

Laborpreis: MEDIAFIX Standard+ mit Download und Versand. 3 bis 6 Minuten pro Scan nennt c't Fotografie für Spitzenergebnisse, die 1-Minuten-Stufe und der Stundenwert sind unsere Annahmen. Ändern Sie beides nach Belieben.

Die drei Methoden im Vergleich

Diascanner mit DisplayFilmscanner am PCAbfotografieren
KostenAb ca. 130 €Ab ca. 370 €Vorhandene Kamera, Leuchtplatte, Halterung
QualitätFür Bildschirm und kleine AbzügeGut, mit Infrarot-Staubkorrektur je nach ModellStark abhängig von Kamera und Objektiv
TempoSehr schnellLangsam, oft Minuten pro ScanSchnell, wenn die Halterung steht
Für wenEinsteiger, ein paar hundert DiasAnspruchsvolle mit GeduldBastler, Fotofreunde

Methode 1: Diascanner mit Display

Das einfachste Gerät: Dias in den Halter schieben, Taste drücken, fertig. Die Bilder landen auf einer SD-Karte, ein PC ist nicht nötig. Die Sensoren haben meist 14 bis 16 Megapixel. Der Reflecta x33-Scan etwa nennt 4.608 × 3.072 Pixel. Das entspricht umgerechnet rund 3.250 dpi, was das für Ihre Bilder heißt, erklärt der Ratgeber Welche Auflösung für Dias?. Die Modelle stehen im Diascanner-Vergleich.

Methode 2: Filmscanner am PC

Filmscanner wie der Plustek OpticFilm arbeiten mit einer Scan-Software am Computer und werben mit 7.200 dpi, beim 8200i SE nennt testberichte.de aber effektiv rund 3.250 ppi. Staub- und Kratzerkorrektur per Infrarot ist je nach Modell möglich. Für Filmstreifen vergleicht der Negativscanner-Ratgeber die Geräte. c’t Fotografie rät dazu, wenn es um Top-Ergebnisse geht, und nennt 3 bis 6 Minuten pro Scan. Für 1.000 Dias müssten Sie also 50 bis 100 Stunden einplanen.

Methode 3: Abfotografieren

Dia auf eine gleichmäßig leuchtende Fläche legen und mit Kamera oder Smartphone von oben fotografieren. Mit einem Makroobjektiv und einem Stativ wird das erstaunlich gut. Mit dem Handy reicht es zum Sichten. Achten Sie darauf, dass Kamera und Dia parallel stehen und kein Licht von oben spiegelt. Den Aufbau erklärt die Anleitung Dias abfotografieren.

Sonderfall: Magazin-Scanner

Für große Sammlungen gibt es Geräte, die Dias automatisch aus dem Magazin ziehen, etwa den Reflecta DigitDia evolution. Er kostet derzeit ab rund 1.840 Euro. Das rechnet sich nur bei sehr vielen Dias oder wenn Sie ihn weiterverkaufen. Meist ist es sinnvoller, so ein Gerät für eine Woche zu mieten. Beim älteren Modell DigitDia 4000 stellte test.de 2005 fest, dass dünne Papprähmchen den Transport oft blockierten und alte oder verblichene Dias besser einzeln gescannt werden.

Tipps für bessere Scans

  • Staub entfernen. Blasebalg oder weicher Pinsel statt Pusten. Der Fotograf Daniel Wollstein rät im dpa-Bericht, Staub und Fingerabdrücke vor dem Scannen zu entfernen.
  • Handschuhe oder nur am Rahmen anfassen. Fingerabdrücke sind später im Bild sichtbar.
  • Probelauf machen. Scannen Sie zuerst zehn Dias und sehen Sie sich die Dateien auf dem großen Bildschirm an.
  • Ordner anlegen. Jahreszahl und Anlass in den Ordnernamen, solange Sie sich erinnern.
  • Doppelt sichern. Auf der Festplatte und an einem zweiten Ort, nicht nur auf der SD-Karte.

Wann sich ein Labor doch mehr lohnt

Wenn Sie viele Dias haben oder die Bilder groß zeigen möchten, ist das Labor oft die bessere Wahl. MEDIAFIX scannt laut Preisliste ab 4.250 dpi. Alle Anbieter stehen im Ratgeber Dias digitalisieren lassen, die Kosten zeigt der Preisrechner.

Häufig gestellte Fragen

Welches Gerät brauche ich, um Dias zu digitalisieren?

Für die meisten Haushalte reicht ein Diascanner mit Display und SD-Karte für 130 bis 200 Euro. Wer hohe Qualität will, nimmt einen Filmscanner ab etwa 370 Euro und einen PC. Für große Mengen gibt es Magazin-Scanner ab rund 1.800 Euro.

Wie lange dauert es, Dias selbst zu scannen?

c't Fotografie nennt für Spitzenergebnisse 3 bis 6 Minuten pro Scan. Das Scannen selbst geht bei einfachen Geräten viel schneller, der Reflecta x33-Scan braucht laut Händlerangabe unter zwei Sekunden. Einlegen, Prüfen und Speichern kosten aber Zeit.

Kann man Dias mit dem Handy abfotografieren?

Ja, das geht mit einem Leuchtpad oder hellen Bildschirm und einer ruhigen Halterung. Das Ergebnis reicht zum Sichten und Teilen. Für ein Familienarchiv ist ein Scanner oder Labor besser.

Reicht ein Scanner mit 22 Megapixeln?

Prüfen Sie, ob das die echte Auflösung ist. Der Kodak Slide N Scan etwa hat 14 Megapixel, die auf 22 Megapixel interpoliert werden. Interpolation bringt laut Testberichte.de kaum einen Vorteil bei der Bildqualität.

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